Branche: Mobility, News
Katina Schneider von Match Point: "Wir konzentrieren uns auf Kurzstrecken" (Foto: Lena Klippel)

Katina Schneider von Match Point: "Wir konzentrieren uns auf Kurzstrecken" (Foto: Lena Klippel)

Katina Schneider von Match RiderCar Sharing 2.0: “Jeder Fahrer legt Haltestellen an”

Match Rider macht Mitfahren so leicht wie noch nie – sagt Business Developer Katina Schneider. Sie hat uns auf der i-Mobility Messe in Stuttgart erklärt, wie der neue Dienst funktioniert.

Es gibt ja schon Plattformen wie „mitfahrgelegenheit.de“. In was unterscheidet sich „Match Rider“? Wir konzentrieren uns auf Kurzstrecken und Pendelfahrten. Unser Ziel ist, den vielen Staus die sich zur Rush Hour bilden entgegenzuwirken, die durchschnittlichen 1,2 Menschen pro Auto zu erhöhen. Deutschland ist europaweit Synonym für „Effizienz“, und 1,2 Menschen pro Auto sind doch eher nicht so effizient.

Wie funktioniert das? Wir haben eine iPhone App. Mit der kann jeder entlang der eigenen Fahrstrecke Treffpunkte anlegen. Diese „Matchpoints“ funktionieren im Grunde wie Bushaltestellen. Mit unserer Plattform kann jeder spontan entscheiden, zum Beispiel eine Fahrt eine Stunde vorher absagen. Die Fahrgäste werden alle automatisch informiert. Unser Part ist, bei jedem neuen Eintrag zu prüfen, ob die Haltestelle auch legal ist, und sich beispielsweise nicht direkt an der Autobahn oder in einer Fußgängerzone befindet.

Und das reicht aus, um die Mobilität zu verbessern? Wir haben noch ein Konzept für Firmen. Bei großen Unternehmen schaffen wir es, eine kritische Masse zu erreichen, weil viele Menschen gleichzeitig ein Ziel haben. Da gibt es das „Ride Board“, ein Netzwerk, das Fahrgemeinschaften ausschließlich mit Kollegen bildet: Die Mitarbeiter einer Firma bekommen einen Zugangscode, mit dem sie sich die Fahrten untereinander anbieten können. Die Firmen bekommen einmal im Monat einen Nachbericht, mit Statistiken, die zeigen wie viele Kilometer dank „Match Rider“ nicht gefahren worden sind, wie viel CO2 dadurch nicht in die Atmosphäre ausgestoßen ist und wie viele Parkplätze eingespart wurden. Wir haben auch spezielle Anfragen von Music Festivals bekommen, die Anfahrt der Gäste zu organisieren. So sind wir auch im Rahmen großer Veranstaltungen interessant geworden, die von wenig Parkplätzen verfügen und in Städten stattfinden, wo die Parkgebühren besonders teuer sind.

Wie meldet man sich als Privatperson an? Die Anmeldung ist kostenlos, und man muss keine private Daten angeben, nur Name, Postleitzahl und E-Mail Adresse.“

Und nützen Sie Formen der Mitfahrgelegenheiten selbst?

     

Ein Gedanke zu „Car Sharing 2.0: “Jeder Fahrer legt Haltestellen an”

  1. kathrin1802

    Rang: Share-Superstar

    Hmm, noch ein Mitfahrgelegenheits-Dienst, der das Angebot für Privatpersonen nochmal eine Spur unübersichtlicher macht…der wirkliche Vorteil von Match Rider wird mir nicht so recht klar, individuelle Ein- und Aussteigepunkte lassen sich ja auch bei den anderen Plattformen vereinbaren. Und wenn ich eine App anbiete, sollte die sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte zur Verfügung stehen. Gut finde ich, dass Match Rider gezielt Unternehmen und Großveranstaltungen angehen will, auch wenn es dafür ebenfalls schon Angebote anderer Plattformen gibt. Hier lässt sich sicher noch einiges optimieren, was unnötige Autofahrten angeht.

Hinterlasse eine Antwort