Branche: Mobility, Tests
Couchsurfing.org: Mühsame Sofa-Akquise (Foto: thedailyenglishshow / flickr.com)

Couchsurfing.org: Mühsame Sofa-Akquise (Foto: thedailyenglishshow / flickr.com)

couchsurfing.orgSofas Welt: Wenig Geber, viele Nehmer

Couchsurfing ist zu einem Reise-Phänomen gewachsen. Wirklich? Wir haben couchsurfing.org getestet. Und geben Tipps zur erfolgreichen Sofa-Akquise.

Darum geht’s: Couchsurfing.org ist eine Community, bei der jeder jedem seine freie Couch als kostenlosen Schlafplatz anbietet – verteilt über die ganze Welt. Der Gedanke dahinter ist der kulturelle und soziale Austausch.

Das bringt es euch: Ihr habt Lust die Welt zu entdecken, aber wenig Geld. Ihr tauscht euch auf Reisen gerne mit Einheimischen aus und liebt es die Welt bei euch zu Gast zu haben. Dann ist Couchsurfing für euch genau das richtige Reisemittel – allerdings nur, wenn eure Schlafplatz-Ansprüche nicht zu hoch sind. Denn es gibt keine Regeln wie komfortabel die angebotene Couch sein muss. Die hygienischen Standards sind sehr different.

Das sagen wir: Die Idee ist genial, aber teilweise utopisch. Let’s Share hat Couchsurfing.org selbst ausprobiert und auf zwanzig Anfragen nur drei Antworten bekommen, zwei davon waren Absagen. Diese eine Zusage erwies sich dafür als durchweg positive Erfahrung. Es gibt Menschen, die bereit sind selbstlos zu geben, die die Idee mit Leib und Seele leben, selbst in der ganzen Welt surfen und Reisenden ihre eigene Couch anbieten – und ihnen Zeit schenken. Allerdings gestaltet sich die Suche nach diesen besonderen Gebern in einem überfüllten Becken von Nehmern etwas schwierig.

Screenshot von couchsurfing.org

Screenshot von couchsurfing.org

Die Tipps für eine erfolgreiche Anfrage: Möglichst viele Gastgeber anschreiben. Die Anfrage so sympatisch wie möglich gestalten und den sozialen Austausch in den Vordergrund des Besuchs rücken. Im eigenen Profil möglichst viel von sich selbst erzählen – wirkt vertrauenserweckend – und gute Bewertungen sammeln. Frühzeitig den Besuch ankündigen und weit im Voraus planen. Außerdem freut sich der großzügige Gastgeber über ein kleines Gastgeschenk (z.B. eine Flasche Wein, Schokolade oder ein selbstgemachtes Abendessen).

Kritik an der Seite: Couchsurfing.org ist überfrachtet mit Bildern, Kästen und Taps die die Seite unübersichtlich gestalten. Nach dem Anmeldevorgang bedarf es bei Unerfahrenen einiger Versuche um die Suchfunktion nach Schlafplätzen richtig zu bedienen. Die Navigation durch die Seite ist selten selbsterklärend.

Das sagen die User: “Ich bin jetzt ein Jahr Mitglied bei Couch Surfing und habe mehr als 30 anderer Surfer aus der ganzen Welt kennen gelernt. Was für eine großartige Erfahrung!!! Danke für die Erfindung dieser Website” (gepostet auf Facebook, 24. April 2013; Übersetzung von Let’s Share ins Deutsche)

“Hammer geile Leute haben mich heute “überfallen”. Hat soviel Spaß gemacht, danke dafür, immer wieder Willkommen!” (gepostet auf Facebook, 24. April 2013)

“Bitte ändert das Layout, die Navigation der Seite ist schrecklich. Das erste Layout war das beste!!!” (gepostet auf Facebook, 24. April 2013)

Das sagen andere:

“Überall auf der Welt gibt es Menschen, die unbekannte Gäste beherbergen. Couchsurfing ist günstiger als ein Hotel und stiftet neue Freundschaften”, schreibt die Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

“Die Übernachtungsplattform “CouchSurfing.org” hat neue AGB, durch die Nutzer jede Kontrolle über persönliche Daten verlieren”, kritsiert Zeit Online

Note: 2.5

+ Weltweites Angebot
+ Interaktive Pinnwand, Newsticker für Events
+ Suchfunktion nach Interessensgruppen
- Seite überfrachtet
- Viele Nehmer, wenig Geber
- Profilerstellung umständlich

Style :
4 - Nett
Transparenz :
2 - Klar
Nutzerfreundlichkeit :
4 - Verwirrend
Sparfaktor :
1 - Geschenkt
Aktivitätsgrad :
3 - Lebhaft
Vernetzung :
1 - Jeder mit jedem

Fakten

Gründung: 2003

Apps: iOS android

Preisspanne: kostenlos

Ort: International

Anmeldung: Email, Facebook

Sprache: Zwölf

Social Media:

     

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