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Sie sind jung und brauchen das Geld: Projektstarter wollen über Crowdfunding ihre kreativen Ideen verwirklichen (Screenshot: Video Scratch/Chelsea Kent)

Sie sind jung und brauchen das Geld: Projektstarter wollen über Crowdfunding ihre kreativen Ideen verwirklichen (Screenshot: Video Scratch/Chelsea Kent)

Links der Woche: kreatives CrowdfundingDiese Fingernagel-Folien haben schon 30.000 Euro gesammelt

Folien für Fingernägel, soziale Taschen aus Canvas und iPhone-Hüllen aus Kork: Crowdfunding macht kreative Träume wahr. Die fünf coolsten Projekte der Woche.

Geld spenden für stylische Nagelfolien: Ja, ich weiß. Bei “Nail Wraps” kam mir auch erst kitschiges Bling Bling und umständliches Aufkleben – dafür, dass die Sticker dann doch nicht halten – in den Kopf. Scratch dachte sich das wohl auch und hat wirklich coole Designs entworfen.

Scratch: Drei neue Nagelfoliendesigns wollen sie über Crowdfunding produzieren. (Screenshot: Video Scratch/Chelsea Kent)

Scratch: Drei neue Nagelfoliendesigns wollen sie über Crowdfunding produzieren. (Screenshot: Video Scratch/Chelsea Kent)

Und die dünnen Folien (! nämlich keine Sticker) lassen sich scheinbar wirklich in Sekundenschnelle auf jeder Nagelform fixieren. Ihre neue Kollektion wollen Gründerin Chelsea Kent und ihr Team von Scratch über Kickstarter finanzieren. Je nach Betrag bekommt man Nagelfolien oder man darf sogar mitentwerfen. Die angestrebten 6000 Dollar sind schon mehr als erreicht: über 30000 Dollar hat Scratch schon zusammen. Ich mach trotzdem noch mit. Ihr auch?

 

Schicke Segeltuchtaschen mit sozialem Nebeneffekt: Das junge Label Mykeiko designt Taschen aus nachhaltigem Canvas. Für jede Tasche, die ihr kauft, bekommt ein bedürftiges Mangyan-Kind eine Schultasche samt Schreibutensilien und Taschenrechner.

Mykeiko: Canvas-Taschen unterstützen bedürftige Kinder. (Screenshot: startnext.de/mykeiko)

Mykeiko: Canvas-Taschen unterstützen bedürftige Kinder. (Screenshot: startnext.de/mykeiko)

Ihr Motto: “Buy one – give one”. Letzteres Projekt hat Mykeiko-Mitbegründerin Jeannette Sapina mit der Kinderhilfsorganisation Plan Deutschland ins Leben gerufen. 12.000 Euro will Mykeiko über Startnext zusammentrommeln. Das ist zwar happig, aber eine tolle Idee, die man unterstützen sollte. Die 1000 Taschen sollen im November 2013 hergestellt werden. Mädels, Schuhe sind wie Taschen – man kann nie genug davon haben!

 

“Ich werde Clown und ihr könnt dabei sein”: Das kündigt Starterin Verena Neumair auf Startnext an. Na, das schau ich mir doch mal an! Und tatsächlich: Verena will eine Ausbildung zum Clown machen und sich dabei filmen lassen.

Become a clown: Verena Neumair will über Crowdfunding ihren Traum verwirklichen. (Screenshot: startnext.de/clown, Verena Neumair)

Become a clown: Verena Neumair will über Crowdfunding ihren Traum verwirklichen. (Screenshot: startnext.de/clown, Verena Neumair)

Die besten Momente gibt’s für Supporter hinterher auf Dvd. Was für eine originelle Idee! Vielleicht sollte ich auch nochmal umschulen… Äh ja, anderes Thema (Achtung, das Durchstöbern von Crowdfunding-Websites bringt einen auf verrückte Ideen). Verena jedenfalls bekommt hoffentlich die 2100 Euro zusammen. Schließlich will sie später als Klinik-Clown arbeiten.

 

Alles Kork oder was? Bei subbr. schon! Und zwar Brieftaschen, iPhone-Deckschalen und iPhone-Hüllen. Kork sieht nicht nur schick aus, sondern ist super praktisch:

Subbr: Nachhaltig großartige iPhone-Hüllen und Brieftaschen. (Foto: kickstarter.com / subbr.)

Subbr: Nachhaltig großartige iPhone-Hüllen und Brieftaschen. (Foto: kickstarter.com / subbr.)

die Cases sind federleicht, wasserdicht und dabei auch noch total nachhaltig. Wieder was gelernt: Dadurch, dass die Rinde der Korkeiche abgeschält wird, absorbiert sie fünf mal so viel CO2 wie ein unberührter Baum. Aktuell haben Arash Malek und Carolyn Wegner auf Kickstarter etwa die Hälfte des Betrags (12000 Dollar) zusammen. 25 Tage Zeit habt ihr noch zum Spenden. Go! Ich jedenfalls will unbedingt so eine Korkhülle. Ich hoffe doch, mein Samsung passt auch rein?

 

Wanderausstellung für kulturell Interessierte: Iran kennt man hauptsächlich aus den Nachrichten. Fotografin Miriam Stanke, Maciej Staszkiewicz und Ben Raßbach wollten das Land näher kennenlernen und haben eine Gruppe Bakhtiari-Nomaden auf ihrer Wanderung vom Sommer- ins Winterlager begleitet.

Ein Leben unterwegs: Crowdfundingprojekt für eine Wanderausstellung zum Iran. (Screenshot: Video Maciej Staszkiewicz auf Startnext.de)

Ein Leben unterwegs: Crowdfundingprojekt für eine Wanderausstellung zum Iran. (Screenshot: Video Maciej Staszkiewicz auf Startnext.de)

Nun möchten sie auch uns ihre Fotos zeigen – und brauchen Geld für Drucke, Rahmunen und Co. Ausstellungsplätze in Leipzig, Mannheim und Istanbul haben sie bereits. “Wir möchten den Iran so zeigen, wie wir ihn wahrgenommen haben, ganz ohne Vorurteile.” “Ein Leben unterwegs” heißt ihr Projekt auf Startnext. Nicht nur ich bin wahnsinnig gespannt drauf – die Finanzierung läuft bisher richig gut.

Noch ein Tipp von mir: Am Mittwoch (17.4.) findet in Berlin eine Konferenz zum Thema „Future of Crowdfunding“ statt. Tickets gibt’s leider keine mehr, aber alle News rund um das Event und die Crowd Sourcing Week auf future-crowdfunding.de!

     

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