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Auto vermieten, Geld verdienen

Gibt's gratis dazu: nette Begegnungen bei der Schlüsselübergabe (Quelle: Caitlinator, Flickr)

Euer Auto steht nur rum? Die fünf wichtigsten Tipps fürs Car-Sharing

Erstmal den TÜV prüfen, dann das Auto charmant bewerben, den Preis weise wählen, intelligent dafür trommeln – und immer erreichbar sein: So startet ihr eure Karriere als Car-Sharer.

Auf Plattformen wie Tamyca, Autonetzer und Nachbarschaftsauto bieten immer mehr Autobesitzer ihre Fahrzeuge an. Privates Carsharing ist das neue Zauberwort für alle, die ihren fahrbaren Untersatz mehr auslasten und gleichzeitig ein paar Euro verdienen wollen. Damit der Tausch für beide Seiten so angenehm wie möglich abläuft, haben wir hier ein paar Tipps rund um den privaten Autoverleih zusammengestellt.

1. Überprüfen: Wert, TÜV, Zulassung

Überprüft, ob euer Auto folgende Vorrausetzungen erfüllt:

  • Maximal 20 Jahre alt
  • Höchstens einen Neuwagenwert von 100.000 Euro
  • Nicht mehr als 250.000 Kilometer auf dem Tacho.
  • Maximale Motorleistung von 200 kw.

Das wollen die Versicherungen der Car-Sharing-Plattformen so. Außerdem, klar: TÜV und eine gültige Zulassung sollte es haben. Je nach Plattform (Beispiel Tamyca) können zudem andere Bedingungen dazukommen. Passt alles? Dann kann’s losgehen.

2. Bewerben: Gebt eurem Auto persönliche Markenzeichen

Wenn ihr euer Auto auf einer Plattform anmeldet, kommt es darauf an, ihm Persönlichkeit zu geben: Spitznamen, kleine Anekdoten, Fotos. Es läuft wie beim Online-Dating. Nichts verstecken, Macken zeigen – dann gibt es bei den Mietern keine bösen Überraschungen. Vergesst nicht, extra Equipment wie Navigationsgeräte, Kindersitze oder Fahrradhalter zu erwähnen. Last but not least: Stellt euch selbst vor. Schließlich geht beim privaten Carsharing alles über den direkten Kontakt zwischen Mieter und Vermieter.

3. Preis bestimmen: Erstmal niedriger einsteigen

Wie viel ihr für euer Auto verlangt, bestimmt ihr selbst. Orientiert euch an vergleichbaren Fahrzeugen und den Preisangaben der Anbieter (Beispiel Autonetzer). Grobe Orientierung beim Anbieter Tamyca (Kann je nach Stadt, Kilometern stark variieren): Ein Kleinwagen für vier Stunden etwa 15 Euro, den Porsche im selben Zeitraum für 80 Euro anbieten. Am Anfang ist es sinnvoll, etwas niedriger einzusteigen. Nach den ersten positiven Bewertungen darf der Preis dann ruhig höher gehen. Grundsätzlich gilt: Wer ein wenig unter dem Durchschnittspreis liegt, schneidet beim Preisvergleich der interessierten Mieter immer am besten ab.

Marketing ist alles...

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4. Trommeln: Facebook, Twitter, Ampel

Facebook, Twitter, kostenlose Kleinanzeigen. Jetzt kommt es darauf an, den Leuten zu sagen, dass euer Auto auf dem Sharing-Markt ist. Werft Flyer in die Briefkästen eurer Nachbarn, nutzt das Schwarze Brett im Supermarkt und sprecht darüber, wann immer sich die Möglichkeit ergibt.

5. Erreichbar sein: Reaktionszeit ist eine Währung

Das Wichtigste, nicht nur für Beziehungen: Redet mit euren Mietern. Seid erreichbar und antwortet so schnell wie möglich auf Anfragen. Am besten bereitet ihr eine kurze Mail vor, die jeder Nutzer nach der Buchung erhält. Eure Reaktionszeit wird im Nutzerprofil angezeigt – je schneller und zuverlässiger ihr seid, desto mehr Leute werden sich für euer Auto entscheiden.
Seinem Auto einen Job zu geben, klingt doch ganz einfach, oder?

Noch mehr nützliche Tipps, um eure Buchungsanfragen anzukurbeln, gibt es hier bei den Kollegen von Shareable.

     

3 Gedanken zu „Die fünf wichtigsten Tipps fürs Car-Sharing

  1. manny

    Rang: Share-Star

    Zunächst einmal GLÜCKWUNSCH zum tollen Trendthema “Share”. Bin schon auf das Heft sehr gespannt!!

    Auch ich verfolge das Thema Carsahring auf meiner Seite sehr genau. Mittlerweile sind ja auch die ganzen Autohersteller auf den Trend aufgesprungen. Von Daimler, über BWM bis hin zu Ford oder Citroen – alle haben ihre eigenen Carshring Konzepte gelaunched. Vor 10 Jahren wäre das vermutlich noch undenkbar gewesen.

    Eine Frage, die ich mir stelle – auch wenn es die hier erwähnten Privat Carsharing Anbieter gibt – wird das Privatauto vielleicht doch als urbanes Fortbewegungsmittel ausgedient haben? (Mal provokant gefragt :-) ) These: Wenn sich die ganzen Carsharing Konzepte der Autohersteller durchsetzen, bräuchten wir in der Stadt eigentlich kein Auto…Diskussion ist eröffnet. Ich bin gespannt auf Meinungen und unterschiedliche Visionen bzgl. der Mobilität der Zukunft.

    Und viel Erfolg mit Share! Einen treuen Leser habt Ihr schon fast gewonnen.

  2. Pingback: Share Economy – Teilen wird zum Lifestyle | Stadt - Wandel - Fluss

  3. sharingexperte

    Rang: Share-Star

    Beeindruckend, dass die Shareconomie nun auch ein eigenes Magazin hat – Wünsche euch damit alles Gute! Ich beschäftige mich in meinem Carsharing Blog bereits seit einiger Zeit mit dem Thema. Der hier verlinkte Artikel dreht sich z.B. im “Parkplatz Sharing”, ein ganz aktuelles StartUp aus Köln mit dem jeder seinen privaten Stellplatz vermieten kann. Gerade für Carsharing-Kunden interessant, da hier jede Minuten Geld kostet wenn man nach Parkplätzen sucht.

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