Branche: Mobility, Tests
Flyvictor.de: Wie Mitfahrgelegenheit, nur für die Luft. (Foto: flyvictor.de)

Flyvictor.de: Wie Mitfahrgelegenheit, nur für die Luft. (Foto: flyvictor.de)

flyvictor.deJetsharing: Mitflugzentrale für Privatjets

Wie Mitfahrgelegenheit, nur für die Luft. Heute bei uns im Test: Flyvictor ist der weltweit erste Marktplatz für freie Privatjet-Plätze. Ein Luxus, nicht mehr nur für Millionäre.

Darum geht’s:  Flyvictor.com funktioniert wie eine Mitfahrbörse: Ich plane an einem bestimmten Tag eine bestimmte Strecke mit dem eigenen Verkehrsmittel zurück zu legen (in diesem Fall ist es anstatt eines Autos, ein Privatjet) und habe noch X Plätze zur Verfügung, um mir Weggehfährten dazu zu holen und die Reisekosten aufteilen zu können. Auf Flyvictor.com können User nach bestimmten Strecken suchen, dieser verfolgen, ihren eigenen Flug einstellen oder sich über eine interaktive Streckenkarte zu einem bereits bestehenden Flug dazu buchen. Zudem nutzen Flugveranstalter die Plattform um Leerflüge anzubieten und ihre Kapazitäten besser auszulasten. Flyvictor.com ist eine Online-Handelsplattform, die Fans des privaten Luftverkehrs miteinander verbindet und mit  Privatfluggesellschaften in Europa zusammenbringt. Die Steigerung von Carsharing lautet: Jetsharing.

Das bringt es euch: Die Mitgliedschaft bei Flyvictor.com ist kostenlos. Für Privatjetbesitzer, die bisher regelmäßig mit halb leerem Flugzeug verreist sind, ist Flyvictor.com eine Möglichkeit die Flugkosten mit Mitreisenden zu teilen. Für Reisende, die selbst keinen Privatjet besitzen, aber den Luxus genießen möchten, nicht auf Linie angewiesen zu sein, oder  individuelle Flugrouten zu nutzen, ist flyvictor eine interessante Alternative. Ein Flug im Privatjet kann – je nach Auslastung, Flugzeugtyp und Strecke – überraschend erschwinglich sein, wenn auch teurer als ein Linienflug. Zum Beispiel: Düsseldorf – London am 13. Mai um 21Uhr im 7en Sitzer “Citation CJ3” für 1100 Euro.

Screenshot von Flyvictor.com

Screenshot von Flyvictor.com

Das sagen wir: Clive Jackson, Gründer von Flyvictor.com und CEO der Londoner Agentur Global Beach, hatte die Idee zu dieser Plattform, weil er selbst ein Haus auf Mallorca besitzt, das er regelmäßig besucht. Genervt von überfüllten Flughäfen und unkomfortablen Billigfluggesellschaften, gründete er das Testportal “Flymallorca.com”, um unter Gleichgesinnten seine Vision des Jetsharings auszuloten. Weil die Begeisterung groß war, erweiterte er sein Konzept zu einer internationalen Onlineplattform. Die Idee ist genial und hat definitiv im Luxussegement Potential. Allerdings ist es Flyvictor noch nicht gelungen ein ausreichendes Streckenangebote zu generieren, das die Plattform zur echten Alternative zum Linienflug machen würde.

Trotzdem gelingt es Flyvictor.com mit einem hoch professionellen, transparenten und informativen Onlineauftritt seriös und vertrauenswürdig zu wirkt. Leider ist der Spass für Normalverdiener immer noch zu teuer.

Das sagen andere: “[...] In den Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise steht das Sparen wieder hoch im Kurs. Um die Haushaltskasse zu entlasteten, wird heute vieles wieder geteilt – Fahrräder, Autos, Wohnungen und sogar Arbeitsplätze. Warum dann nicht auch Privatjets? All jene, die schon immer einmal davon geträumt haben, mit dem eigenen Luxusflieger in den Urlaub zu jetten, haben nun die Möglichkeit, über das neue Jet-Sharing Portal Victor eine Maschine zu chartern und die Kosten mit anderen zu teilen.” (aeroscope.de, Artikel “Jet-Sharing: Mit dem Privatjet in den Urlaub. [...] ” vom 02. Februar 2012)

“[...] Victor hat eine einzigartige Luxusmarke geschaffen und Partnerschaften mit führenden Unternehmen auf dem Markt der Luxusreisen entwickelt, darunter Burgess Yachts, die Orient Express Group oder ITC Classics. Als Internetunternehmen sind die Wachstumsmöglichkeiten unbegrenzt. Victor hat die gröβte Vertragsflotte Europas und fliegt 1.000 Flughäfen an, von denen die meisten mit normalen Linienflügen nicht erreichbar sind. [...]” (traveller-news.com, Artikel: Fly Victor feiert einjährigen Geburtstag” vom 15.  September 2012)

Note: 2.5

+ Es werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, nach Flügen zu suchen
+ Google-Weltkarte veranschaulicht Flugstrecken
+ Professionelles Auftreten, das Vertrauen schafft
- Kein Facebook-Auftritt
- Kein Kommunikation mit anderen Usern möglich / keine einsehbaren Userprofile
- Rationeller Nutzen steht im Mittelpunkt - soziale und emotionale Komponenten fehlen (ich erfahre nur, bei welchem Flugzeugtypus ich mich einbuche, aber nicht mit welchen Menschen ich mir ein Flugzeug teile)

Style :
2 - Entzückend
Transparenz :
1 - Glasklar
Nutzerfreundlichkeit :
1 - Selbsterklärend
Sparfaktor :
5 - Teuer
Aktivitätsgrad :
2 - Quicklebendig
Vernetzung :
4 - Zurückgezogen

Fakten

Gründung: 2011

Apps: -

Preisspanne: Ab ca. 500 Euro; aber Preise differieren stark je nach Flugzeugart, Belegung und Strecke

Ort: International

Anmeldung: Email

Sprache: Deutsch, Englisch

     

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