Mietmeile.de: (Ver)mieten vom Raum bis zum Clown (Foto: flickr/timlewisnm)

Mietmeile.de: (Ver)mieten vom Raum bis zum Clown (Foto: flickr/timlewisnm)

Mietmeile.deLocation vermieten, Clown buchen oder iPad mieten

Gutes Beispiel für Collaborative Consumption: Ihr braucht tageweise ein iPad oder wollt eine leerstehende Location vermieten? Mietmeile.de überzeugt im Test.

Darum geht’s: Collaborative Consumption, gemeinsames Nutzen von Gegenständen oder Services. Auf mietmeile.de bieten Händler und Privatpersonen Produkte, Objekte und Dienstleistungen an, die sie nicht nur allein nutzen können oder wollen. Auch ihr selbst könnt – egal was! – inserieren.

Das bringt es euch: Wo bekomme ich eigentlich für Muttis 60. einen Partygrill? Und die Location? Und den DJ? Selbst kaufen und nur einmal benutzen lohnt sich nicht, dann lieber mieten. Auf mietmeile.de bietet DJ Berny außerdem genau den richtigen Sound an. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch gleich den Entsafter, den ihr für die Cocktailparty vor zwei Jahren gekauft habt, inserieren und mit anderen teilen.

Das sagen wir: Bisher hätte ich wahrscheinlich über Google nach einem Vermieter für das Objekt gesucht, das ich gerade brauche. In Zukunft werde ich mietmeile.de aufrufen. Da wird (okay – fast) alles angeboten, was ihr euch vorstellen könnt. Beim Stöbern werde ich inspiriert, was ich selbst so alles vermieten könnte.
Das System erklärt sich von selbst, die Vermieter können direkt ohne Anmeldung über Telefon oder E-Mail kontaktiert werden. Ein eigenes Inserat dauert nur ein paar Minuten. Über andere Netzwerke folgen kann man den Nutzern nicht. Aber wozu auch? Alle User wollen Geld verdienen, indem sie ihre Objekte mit anderen zusammen nutzen und kein Kaffee-Date ausmachen. Ein persönlicher Touch der Vermieter wäre trotzdem schön, allein fürs Vertrauen.

mietmeile.de: Die (Ver)mietplattform boomt und erfüllt jeden Wunsch. (Screenshot vom 10.4.)

mietmeile.de: Die (Ver)mietplattform boomt und erfüllt jeden Wunsch. (Screenshot vom 10.4.)

Die Vermieter könnt ihr mit bis zu fünf Sterne bewerten, leider ist eine Suche nach den bestbewerteten nicht möglich. Außerdem gibt es keine zusätzlichen Verifizierungsmöglichkeiten, Verträge werden untereinander gemacht. Daher gibt es Punkteabzug für „Transparenz“. Und viel günstiger als woanders sind die Angebote auf mietmeile.de nicht. Aber das Konzept soll den Nutzern ja auch Geld bringen und kein Schnäppchensalon sein. Fazit: Kritik auf hohem Niveau – hoffentlich boomt die Plattform für Collaborative Consumption weiter so!


Das antworten die Macher:
Stefan Mantwill (Jg. 1972): Wir arbeiten an einer Personalisierung des Portals. Vermieter werden ein eigenes Profil anlegen können, so dass die nachbarschaftliche Vermietung in den Vordergrund tritt. Zudem planen wir weitere vertrauensbildende Maßnahmen, wie z.Bsp. die Einführung einer Onlinebuchung, bei der die Transaktion durch Mietmeile abgesichert wird. Weiterhin möchten wir, dass Bewertungen mehr in den Vordergrund gestellt werden. Das heißt, dass in Zukunft eine deutliche Sichtbarkeit der Bewertungen und eine Sortierung der Mietartikel nach Bewertungen möglich gemacht wird. Außerdem planen wir eine Bepreisung der Inserate. In frühestens drei Monaten werden wir Inserate ab 1,95 €/Monat (Nettopreis bei einer Laufzeit von 12 Monaten) anbieten. Die kürzeste buchbare Inseratsdauer beträgt einen Monat. Der genaue Preis hierfür wurde noch nicht festgelegt.

Stefan Mantwill über seine Sharing-Plattform-Idee: „Ich suchte damals für meine Geburtstagsparty einen Heizstrahler und wollte für diese einmalige Gelegenheit nicht unbedingt einen kaufen. Also habe ich mich umgeschaut und eine Zeitungsanzeige gefunden, in der ein Heizstrahler angeboten wurde. Allerdings war der Heizstrahler in Lüneburg und der Weg dorthin es nicht wert. Also habe ich mir doch selbst einen gekauft. Daraus entstand die Idee, dass doch eine Plattform ideal wäre, auf der man Artikel und Dienstleistungen in der Nähe mieten kann.“

Was haben Sie als erstes geteilt, Stefan Mantwill? "Meine Spielkonsole" (Foto: mietmeile.de)

Was haben Sie als erstes geteilt, Stefan Mantwill? “Meine Spielkonsole” (Foto: mietmeile.de)

Das sagen User: Tilo Gunzenhäuser (40) vermietet Musikanlagen für Veranstaltungen: Warum Mietmeile und nicht andere Plattformen? Erento & Co. waren mir zu “professionell” und zu teuer. Hier werden vom Anbieter teils Gewerbenachweise verlangt, diese Plattformen sind für anderes Klientel gedacht. Bei vielen anderen Sharing-Plattformen findet sich die Anzeige in den Suchergebnissen zu weit hinten, um noch wahrgenommen zu werden. Meine Anzeige bei Mietmeile.de landet bei den relevanten Suchmaschinen mit den richtigen Suchbegriffen immer auf der ersten Ergebnis-Seite und der Anzeigenpreis (2 EUR / Monat) ist mehr als fair. Was gefällt mir gut? Einfache, klare Struktur. Keine überladenen Seiten sondern alles auf einen Blick. Keine indirekte Kommunikation über Einweg-Mailadressen (Quoka) oder gar Adressen-Kauf á la Partymat. Was könnte man bei Mietmeile verbessern? Im Gegensatz zu anderen Portalen werden die Bewertungen sehr stiefmütterlich behandelt. Hier wäre eine Mail an den Mieter prima, der ihn an die Abgabe einer Bewertung erinnert. Kann man ja an das Flag “vermietet” koppeln. Oder eine Möglichkeit für den Vermieter, standardisierte Mails nach erfolgreicher Vermietung aus mietmeile.de heraus zu verschicken.

Adolf Groß (NH-Vertrieb Gröbenzell): Ich mache seit drei Jahren sehr gute Erfahrungen mit mietmeile.de! Im Gegensatz zu anderen Plattformen ist Mietmeile sehr unkompliziert, außerdem verlangen andere eine Jahresgebühr. Was noch fehlt: Im Bereich Wellness gibt es eine hohe Nachfrage, ich selbst habe Wellness-Geräte im Sortiment, die ich gerne vermieten würde. Die Kategorie könnte mietmeile.de noch einführen.

Note: 1.5

+ Layout
+ Angebotsvielfalt
+ Integriertes Blog
- Bewertungssystem
- Vertrauensbildung

Style :
1 - Hinreißend
Transparenz :
2 - Klar
Nutzerfreundlichkeit :
1 - Selbsterklärend
Sparfaktor :
2 - Spottbillig
Aktivitätsgrad :
1 - Dynamisch
Vernetzung :
2 - Gesellig

Fakten

Gründung: 2010

Apps: -

Preisspanne: kostenlos bzw. 1,90 bis 6,50 Euro monatlich für bessere Platzierung der Anzeigen.

Ort: Deutschland

Anmeldung: Email

Sprache: Deutsch

Social Media:

     

Ein Gedanke zu „Location vermieten, Clown buchen oder iPad mieten

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