Branche: Mobility, News
Buntes Treiben auf dem deutschen Car-Sharing-Markt (Foto: marthax / flickr.com)

Buntes Treiben auf dem deutschen Car-Sharing-Markt (Foto: marthax / flickr.com)

Mitfahrgelegenheit.de kostenpflichtigCar-Sharing-Konkurrenten wittern ihre Chance

Kürzlich bat Mitfahrgelegenheit.de seine Nutzer zum ersten Mal zur Kasse. Ein Shitstorm brach über Deutschlands größte Mitfahrbörse herein. Jetzt sprießen täglich neue Konkurrenten. Wir haben einige gesammelt.

Car-Sharing-Plattform Mitfahrgelegenheit.de fordert seit dem 23. März von jedem Mitfahrer bei einer Fahrt über 100Kilometer elf Prozent des Mitfahrpreises. Zudem wurde eine Registrierung für alle Nutzer zur Pflicht. Während früher lediglich Fahrer, die ihre Strecke einstellen wollten, ein Profil anlegen mussten, können jetzt auch Mitfahrer nur einen Platz buchen, wenn sie sich zuvor auf Mitfahrgelegenheit.de registriert haben. Über Kanäle wie Twitter und Facebook ließen Nutzer ihrer Wut freien Lauf. Und die Verärgerung über die Gebührenpflicht hält an. Ein Facebook-Nutzer schrieb kürzlich: „Was soll das mit den 11%? Würde gerne eine ehrliche Erklärung erhalten. Bisher konntet ihr euch doch auch ohne diese Einnahmequelle finanzieren.“ Die Facebook-Gruppe „Mitfahrgelegenheit.de-Boykott“ verzeichnet bereits knapp 7.000 Mitglieder – und bietet den idealen Marktplatz für ein Schaulaufen der Konkurrenz.

Neue Car-Sharing-Seiten werben mit kostenloser Leistung

Beinahe täglich gesellt sich eine neue Mitfahrbörse zur großen Konkurrenz im Web hinzu. Sie wittern ihre Chance verärgerte Mitfahrgelegenheit.de-Nutzer abzuwerben – bei 4,4 Millionen Nutzern gäbe es einiges zu holen. Thomas Rosenthal, Pressesprecher von Mitfahrgelegenheit.de, blieb Let’s Share gegenüber trotzdem cool: „Viele Nutzer hatten gedroht ihren Account zu löschen, das ist überwiegend nicht eingetreten. Die Zahl der registrierten Nutzer steigt nach wie vor.“ Ob keine Angst vor der wachsenden Konkurrenz bestehe? „Nein, das beste System wird sich durchsetzten – und das ist unser neues Buchungssystem. Es macht das Mitfahren und Mitnehmen deutlich attraktiver, verbindlicher und zuverlässiger. Jetzt müssen sich auch Mitfahrer registrieren und ein Profil aufbauen, das schafft Vertrauen.“

Bewertungssystem schafft Vertrauen – aber auch Kosten

Mitfahrgelegenheit.de setzt auf ein Bewertungssystem, das sich bereits bei anderen Sharingplattformen wie Airbnb.com bewährte. Gegenseitige Kundenrezensionen befördern den Konkurrenzkampf in der Angebotsfülle. Der Fahrer mit den besten Bewertungen erhält die meisten Mitfahrer. Und: Mitfahrgelegenheit.de hat über das Buchungssystem die Kontrolle über alle Fahrtenbuchungen und kann kräftig Gebühren abgreifen. Vielen Usern geht das zu weit. Sie suchen nach kostenlosen Alternativen. Eine nicht repräsentative Umfrage innerhalb der Facebook-Gruppe „Mitfahrgelegenheit.de-Boykott“ ergab, dass der überwiegende Anteil zu Fahrgemeinschaft.de abwandern will. Ein kleinerer Teil findet Bessermitfahren.de attraktiver. Auf dem dritten Rang rangierte Flinc.de. Unsere Suche nach Alternativen ergab bisher 15 Mitbewerber.

Kostenlose Mitfahrgelenheiten: Sammelt mit!

Im Anhang findet ihr ein interaktives Google-Dokument, das euch zum Mitsammeln einlädt. Let’s Share kostenlose Mitfahrbörsen! Mit diesem Link geht’s zum Dokument: Kostenlose Mitfahrbörsen

     

4 Gedanken zu „Car-Sharing-Konkurrenten wittern ihre Chance

  1. Rolf Mecke

    Rang: Share-Starlett

    Hallo …eigentlich ne gute Idee …kostenlose Mitfahrbörsen zu sammeln. Leider bringt das nichts! Menschen finden am besten zu einer Fahrgemeinschaft zusammen, wenn alle Mitfahrangebote und Gesuche möglichst in einem Vermittlungsangebot zusammenfinden. Je mehr Mitfahrbörsen online sind – umso mehr verteilen sich die Inserate auf diese Angebote und das große zeitaufwendige Suchen beginnt. Aktuell gibt es über 40 Vermittlungsangebote … die Ihr unter #fahrmit bei @pooltomove schnell findet.
    Gruss Rolf

    1. Julia Schmid Artikelautor

      Rang: Co-Worker

      Hallo Rolf, da stimme ich dir absolut zu. Es bräuchte eine Metaplattform, die Angebote aller Mitfahrzentralen bündelt – @pooltomove ist ein guter erster Schritt, läuft aber nur über Twitter, oder?

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