Mundraub.org: Hier werden herrenlose Obstbäume und Beerensträucher eingetragen, die man gratis abernten darf. (Foto: Morguefile.com)

Mundraub.org: Hier werden herrenlose Obstbäume und Beerensträucher eingetragen, die man gratis abernten darf. (Foto: Morguefile.com)

Mundraub.orgIn den gemeinsamen Apfel beißen

Ein Birnbaum in seinem Garten stand? Auf Mundraub.org verzeichnet und findet ihr herrenlose Obst- oder Nussbäume. Unser Plattform-Test hat uns gezeigt: eine tolle Seite zu einer sensationellen Idee.

Darum geht’s: Auf Mundraub.org tragt ihr herrenlose Obst-, Kräuter und Nussgewächse auf einer Karte ein. Oder eure eigenen, wenn ihr sie mit anderen teilen wollt.

Das bringt es euch: Jeder ist bestimmt schon mal an einem prall gefüllten Apfel- oder Mirabellenbaum auf dem Land oder im Stadtpark vorbeigelaufen, ohne sich zu trauen, die Früchte zu ernten und mitzunehmen. Doch die Fruchtbäume und Brombeer- und Rosmarin Sträuche sind oft herrenlos, und warten nur darauf, abgeerntet zu werden. Auf mundraub.org schaut ihr, welche Pflanzen in eurer Nähe Allgemeingut sind. Oder tragt euren Apfelbaum ein, wenn ihr die Früchte mit anderen teilen wollt. Jeder Eintrag wird von den Machern der Seite geprüft.

Das sagen wir: Wir finden die Idee super, uns ist noch keine ähnliche Seite untergekommen. Das Design, die Nutzerfreundlichkeit, der Startseite passt, wir haben schnell die wichtigen Inhalte gefunden – zum Beispiel das Kartenverzeichnis, das Herz der Idee: Freies Obst ist hier übersichtlich katalogisiert – geografisch und nach Nahrung (Obst, Nüsse, Kräuter, Beeren) geordnet. Allein für den Großraum Berlin sind hier 1.300 Stellen gelistet (Stand: 21. August 2013). Sehr gut sind die detaillierten Angaben der Fundorte, inklusive Kilometerzahlen und Richtungen der nächsten Obstbäume. Auch toll: die Hintergrundinfos zu den Früchten, Kräutern, Nüssen.

Zur Vernetzung: Die Seite schafft es, über einen Blog das Thema Obst, Rezepte und Gemeinschaft sympathisch zu verknüpfen. Die Nutzer kommentieren zudem gegenseitig ihre Fundorte. Der Aktivitätsgrad der Seite ist noch durchschnittlich: Heute zum Beispiel kamen sechs neue Obstplätze hinzu. Tragisch ist das nicht, in ganz Deutschland sind es schließlich aktuell bereits rund 7.000 Fundorte. Jeder Obstfan wird in seiner Nähe eine kostenlose Beere finden.

Mundraub.org: Plattform für Obstallmende (Was ist Allmende?) (Screenshot vom 21.8.)

Karte von Mundraub.org: Plattform für Obst-Allmende (Was ist Allmende?) (Screenshot vom 21.8.)

Das sagen die Macher: Mundraub.org arbeitet gemeinnützig und erreicht eine halbe Million Nutzer im Jahr. Diesen Service bieten wir seit drei Jahren kostenfrei – ja, auch die direkte Kommunikation mit unserem Team. In den Erntemonaten sind das mehrere hundert Anfragen pro Monat. Es gibt viele Planungen – inklusive App”

Das sagen die andere: “Warum weit gereistes Obst im Supermarkt kaufen, wenn es zwei Straßen weiter unbeachtet an den Bäumen hängt?”, fragt multikulinarisch.es

“Im Prinzip eine wunderbare Idee, wenn es genug Leute gibt, die mitmachen. Im Moment fehlt es ein wenig an Neueinträgen, aber das wird sich hoffentlich schon bald ändern. Denn die Erntesaison steht an”, schreibt rewirpower.de

Note: 2

+ Datenbankcharakter
+ Nutzerfreundlichkeit
+ Sympathische Community

Style :
2 - Entzückend
Transparenz :
2 - Klar
Nutzerfreundlichkeit :
1 - Selbsterklärend
Sparfaktor :
1 - Geschenkt
Aktivitätsgrad :
4 - Angeregt
Vernetzung :
2 - Gesellig

Fakten

Gründung: 2009

Apps: -

Preisspanne: Kostenlos

Ort: Hauptsächlich Deutschland

Anmeldung: Email

Sprache: Deutsch, Englisch

Social Media:

     

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