Branche: Skills, Tests
Auf Skillshare.com könnt ihr Kurse von anderen Nutzern belegen und selber eigene Kurse erstellen. (Foto: Kris Krug, flickr)

Auf Skillshare.com könnt ihr Kurse von anderen Nutzern belegen und selber eigene Kurse erstellen. (Foto: Kris Krug, flickr)

skillshare.comCollaborative Learning – Nutzer lehren Nutzer

Poster designen, Videos drehen, Programmieren: Auf Skillshare.com lernt und lehrt ihr mit anderen in selbst erstellten Kursen. Unser Test zeigt: Eine solide Alternative zur traditionellen Weiterbildung.

Darum geht’s: Collaborative Learning. Bei Skillshare.com lernt Ihr von den anderen Nutzer wichtige und teilweise abgefahrene Sachen und zahlt dafür ab 20 Dollar. Ihr könnt auch eigene Kurse erstellen.

Das bringt es euch: Schon immer mit dem eitlen Gedanken gespielt, ein Video über sich selbst zu drehen? Doch wie geht es eigentlich mit einem Smartphone? Das könnt Ihr zum Beispiel bei Skillshare.com lernen – und auch an anderen Kursen von Programmieren bis zu Marketing teilnehmen.

Das sagen wir: Das Lernen von den anderen Nutzern ist ein spannendes Konzept, das in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Skillshare.com sieht gut aus, ist mit viel Liebe gemacht und regt die Nutzer zum Mitmachen an. Beim Style, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit erhält die Seite von uns die besten Noten, denn sie sieht gut aus, die Macher kann man direkt anschreiben und beim Twitter folgen, das Design ist intuitiv verständlich.

Screenshot: Skillshare.com

Screenshot: Skillshare.com

Es ist sofort klar, wie viele Nutzer bei einem Kurs mitmachen, wie lange die Kurse dauern und wie viel sie kosten. Uns gefällt auch, dass es eine Auswahl von Vernetzungsmöglichkeiten unter den Nutzern gibt. So kann man beispielsweise einem Kursanbieter folgen, aber auch sich sein Facebook- oder LinkedIn-Profil ansehen. Die anderen User können den Kursanbieter bewerten und einen Kommentar hinterlassen. Das führt zu mehr Vertrauen unter den Nutzern und lässt Spreu vom Weizen trennen. Den Kursanbietern kann man sogar eine Nachricht schreiben, das funktioniert allerdings nur ansatzweise, daher erhält Skillshare.com Note 2 in der Kategorie “Vernetzung”.

Die Plattform ist praxisorientiert, heißt zum Beispiel: eigene Logos designen oder ein Blog über die Lernerfahrungen führen. Teilnehmer müssen immer während des Kurses ihr eigenes Projekt durchführen. Einige Kurse wie “Teach Yourself to Code” bekommen außerdem eine starke Konkurrenz von etablierten E-Learning-Plattformen wie Udacity oder CodeAcademy. Dort sind die Kurse schließlich kostenlos, zudem werden sie von bekannten Unis und renommierten Programmierern angeboten. Daher ein Abzug in der Sparfaktor-Note.

Das sagen die Macher: Michael Karnjanaprakorn, der Gründer von Skillshare in seinem Vortrag bei TEDFellowTalks: “Skillshare ist ein Marktplatz und eine Community, wo sich Nutzer gegenseitig unterschiedliche Fähigkeiten beibringen können. Das größte Problem bei Bildung ist: Es geht nicht mehr ums Lernen. Bildung funktioniert nach dem Top-Down-Prinzip, beim Lernen ist es aber umgekehrt. Unser Ziel ist, das Lernen mit der Bildung zu verbinden”.

Skillshare-Gründer Michael Karnjanaprakorn (Foto:  Chris Casciano, flickr)

Skillshare-Gründer Michael Karnjanaprakorn (Foto: Chris Casciano, flickr)

Das sagen User: ”Skillshare.com ist eine erfolgreiche Skillsharing-Community. Vor allem für diejenigen, die Programmieren oder Webdesign lehren, lohnt es sich. Das höre ich oft von meinem Bekanntenkreis. Nach meinem Kurs bei Skillshare konnten wir bei Kollabora auch neue User und Kunden gewinnen”, sagt Nora Abousteit, Gründerin der DIY-Community kollabora.com und Teacher auf Skillshare. Sie hat dort einen Kurs über das kreative Stricken angeboten.

Nutzer S.Curado, der am Kurs zur Komposition in Photografie teilgenommen hat, kommentiert:  ”Ich habe das Gefühl, dass ich in diesen drei Wochen viel gelernt habe. Es hat sich gelohnt!”

Note: 1.7

+ Layout
+ Praxisbezug
- Kurspreis
- Keine Offline-Kurse für Deutschland

Style :
1 - Hinreißend
Transparenz :
1 - Glasklar
Nutzerfreundlichkeit :
1 - Selbsterklärend
Sparfaktor :
4 - Bezahlbar
Aktivitätsgrad :
1 - Dynamisch
Vernetzung :
2 - Gesellig

Fakten

Gründung: 2011

Apps:

Preisspanne: ca.11 - 270 € pro Kurs

Ort: USA/ weltweit

Anmeldung: Email, Facebook

Sprache: Englisch

Social Media:

     

2 Gedanken zu „Collaborative Learning – Nutzer lehren Nutzer

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