Branche: Skills, Tests
Udemy.com: Hier könnt ihr bei etwa 8.000 Online-Kursen mitmachen (Foto: usi, sxc.hu)

Udemy.com: Hier könnt ihr bei etwa 8.000 Online-Kursen mitmachen (Foto: usi, sxc.hu)

Udemy.comTausche Bücherwissen gegen Alltagsfertigkeit!

Chinesisch lernen, Wordpress verstehen oder Elektrogitarre wie ein Profi spielen? Auf Udemy.com belegt ihr Online-Kurse von Fachleuten. Oder werdet selber Dozent. Der Lets-Share-Test.

Darum geht’s: Auf Udemy.com lernt ihr unterschiedlichste Sachen online – von Programmieren bis Yoga. Kurse werden von Fachleuten und Uni-Dozenten angeboten. Jeder kann seinen eigenen Kurs erstellen. Derzeit gibt es mehr als 8.000 Online-Kurse.

Das bringt es euch: Hier eignet ihr euch neues Wissen an. Einige Kurse sind kostenlos, für die anderen müsst ihr allerdings zahlen. Eine tolle Möglichkeit, Lernen und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Das sagen wir: Udemy ist eine Mischung von Skillshare und Coursera. Einerseits werden Kurse (wie bei Coursera) von Uni-Dozenten angeboten, teilweise auch kostenlos wie beispielsweise dieser Kurs zur russischen Literatur und Musik. Andererseits sind viele Kurse sehr praxisorientiert und ähneln sich dabei den Angeboten bei Skillshare. Diese Kurse vermitteln das konkrete Wissen, das man braucht, um im Beruf erfolgreicher zu sein.

In einer Hinsicht ist Udemy allerdings einen Schritt weiter als Skillshare oder auch Coursera: Die Plattform bietet Kurse für Unternehmen an. So können Firmen ihre eigenen Weiterbildungsbibliotheken (Training Libraries) anlegen und ihren Mitarbeitern Kurse vorschlagen. Zwar machen bei Udemy nicht so viele Nutzer wie bei Coursera mit (mehr als 600 000 Nutzer im April 2013), die Plattform bietet allerdings eine solide Basis für alle, die sich möglichst konkretes und schnell anwendbares Wissen aneignen möchten.

Die Nutzerfreundlichkeit der Seite ist lobenswert. Es ist sofort klar, wo sich der Nutzer befindet, wie man sich einschreibt und was man danach zu tun hat. Ihr könnt Kurse nach Popularität, Aktualität, Bewertungen und Preis (bezahlte Kurse und kostenlose Angebote) sortieren, alle Kategorien sind mit Kursen ausgefüllt, bei jedem Kurs wird die Anzahl von Teilnehmern angezeigt. Die Kurse sind nicht zeitlich begrenzt, heißt: man kann zu jedem Zeitpunkt einsteigen und bei dem Kurs mitmachen. Auf der anderen Seite führt es dazu, dass auf der Kursseite nur relativ wenige Nutzer gleichzeitig aktiv sind.

Wenn ihr euch für einen Kurs einschreibt, beginnt ihr automatisch dem Lehrenden zu folgen. Dadurch entsteht ein Netzwerk, ohne dass ihr dafür extra sorgen müsst. Eine mögliche Schattenseite: Ihr seid zwar auf Udemy vernetzt, es geht aber um eure Facebook-Profile, die dann verknüpft werden. Anders gesagt: Die Aktivitäten der Dozenten werden in eurem Newsfeed bei Facebook angezeigt, ich könnt diese Abonnements allerdings bei Facebook abbestellen. Ein weiterer Kritikpunkt: Manche Links auf der Seite sind tot, wie die hier. Das stört aber nicht wirklich, weil dieser Teil der Plattform eher selten besucht wird.

Udemy.com: Hier lernt ihr von Experten. (Screenshot vom 24.04.2013)

Udemy.com: Hier lernt ihr von Experten. (Screenshot vom 24.04.2013)

Wenn ihr euch mit Facebook anmeldet, werden automatisch auch eure Facebook-Freunde, die bei Udemy mitmachen, zu eurem Udemy-Netzwerk hinzugefügt. Ihr folgt denen nach dem Twitter-Prinzip, könnt Nachrichten austauschen und Kurse sehen, die eure Freunde belegen.

Nach der Anmeldung landet ihr auf der Kursseite, wo ihr den Lehrplan sieht, Videovorlesungen abruft, und Dokumente zu den Vorlesungen herunterladen könnt.

Weitere interessanten Features: Ihr könnt eine Wunschliste mit den Kursen anlegen, die ihr künftig belegen möchtet und auch eure Interessenlisten verwalten und Profile bei anderen sozialen Netzwerken hinzufügen. Es gibt auch eine App fürs iPad und iPhone, mit der das Lernen “to go” möglich ist. Auf der Kursseite ist auch eine Liste von Fragen eingebunden: Ihr könnt selber eine Frage stellen oder die Fragen der anderen beantworten. Das ist quasi eine abgespeckte Version eines Forums.

Das sagen die Macher: Dennis Yang von Udemy sagt in einem Interview mit evolllution.com: “Udemy und andere Lernplattformen haben eine Mission, Bildung zu demokratisieren. Zwei Probleme – Erschwinglichkeit und Zugang zur Bildung – werden dadurch gelöst, dass weltweit anerkannte Experten engagiert werden. Das sind nicht unbedingt Leute, die mit der Hochschulbildung zu tun haben, sondern jeder mit Expertenwissen in einem bestimmten Bereich, der dieses Wissen mit der Welt teilen will, unabhängig davon, wo er oder sie herkommt.”

Dennis Yang, Udemy. (Foto: Udemy.com)

Dennis Yang, Udemy. (Foto: Udemy.com)

Das sagen die Nutzer: Rhiannon Wagner belegt einen Kurs “Novel writing” (Romane schreiben): “Ich bin mit dem Kurs sehr zufrieden. Ich wollte schon immer einen Roman schreiben, konnte aber nur einen groben Entwurf herunterschreiben oder ein paar Szenen fertig machen. Dieser Kurs hat mir geholfen, meine Protagonisten, die Handlung und die Geschichte als solche komplett zu entwickeln. Im Prinzip habe ich alles gelernt, um einen Roman tatsächlich zu schreiben”.

Note: 1.8

+ Oft kostenlos
+ Klare Struktur
+ Praxisnah
- Manche Kurse sind zu teuer

Style :
2 - Entzückend
Transparenz :
1 - Glasklar
Nutzerfreundlichkeit :
1 - Selbsterklärend
Sparfaktor :
3 - Günstig
Aktivitätsgrad :
3 - Lebhaft
Vernetzung :
1 - Jeder mit jedem

Fakten

Gründung: 2010

Apps: iOS

Preisspanne: von kostenlos bis 230 € pro Kurs

Ort: Weltweit

Anmeldung: Email, Facebook

Sprache: Englisch/ Spanisch

Social Media:

     

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