Branche: Skills, Tests
Uniiverse: Alles Denkbare teilen (Screenshot: Uniiverse.com)

Uniiverse: Alles Denkbare teilen (Screenshot: Uniiverse.com)

Uniiverse.comTeilt euer Universum

Yoga oder Graffiti? Hier findet ihr alles, was ihr schon immer machen wolltet. Eine optisch ansprechende Seite, die das Teilen näher bringt. Allerdings noch kaum in Deutschland.

Darum geht’s: Ob einen Fotokurs buchen oder im Englischen Garten gemeinsam joggen gehen – Uniiverse ist ein eignes Universum, in dem Leute Angebote jeder Art wahrnehmen und anbieten können.

Das bringt es euch: Ihr könnt kostenlos oder für einen geringen Aufpreis alle möglichen Dinge lernen, die ihr schon immer lernen wolltet. Oder Dinge teilen, die euch am Herzen liegen: Fahrräder, Autos, Wohnungen, Werkzeuge…

Das sagen wir: Uniiverse ist eine neue Plattform aus Kanada, die allein schon optisch überzeugt und in sich völlig perfektioniert ist. Das Design: Vintage mit Neonfarben. Das, was ihr hier machen und lernen könnt? Alles nur Denkbare! Wir finden Uniiverse deshalb gut, weil es ein Marktplatz mit dem Ziel ist, das ganze Leben zu vernetzten. Leute zu treffen und Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Die Plattform versteht sich zudem als Aufklärer der Sharing Economy: In attraktiven Videoclips wird uns die Welt des Sharings erklärt, warum es so viel Spaß macht und es sinnvoll ist. Die Anmeldung ist einfach, wir bekommen als Besucher sofort ein angenehmen Community-Gefühl vermittelt – nämlich Teil eines Universums zu sein. Und das ist schließlich die ganze Grundlage und das Prinzip des Teilens: Wir wollen Teil eines Ganzen sein! Uniiverse gibt uns die Chance dazu. Die Plattform unterscheidet sich in so fern von anderen Seiten wie etwa Skillshare.com, als dass hier sowohl Produkte als auch Dienstleistungen zum Teilen angeboten werden. Ein ähnlich breites Angebot ist ansonsten selten zu finden.

Was uns nicht gefällt: Ihr müsst euch anmelden, um überhaupt Angebote sehen zu können. Dann gibt es zwar Filter und Suchkategorien wie “Sports” “Food & Drinks” oder “Social”, doch die sind in sich recht unübersichtlich. Und für Deutschland gibt es nur eine Handvoll Angebote. Dadurch gestaltet es sich schwierig, die Angebote zu nutzen: Zum Laufen im Englischen Garten kann ich mich vielleicht noch verabreden, wenn ich in München wohne. Aber eine Gitarre von einem Mitglied aus Prag ausleihen? Undenkbar. Immerhin: Austauschmöglichkeiten gibt es zwischen den Mitgliedern, zumal die Seite die Anmeldung mittels korrekten Namens erfordert. Der Sparfaktor allerdings ist gering. Beispiel: In München eine Rikscha ausleihen kostet 30 Euro die Stunde. Wäre bestimmt eine witzige Aktion, aber günstig ist es nicht

Auch eher durchschnittlich: die technische Ausstattung der Seite. Hinter den Polaroid-Bildern auf der Startseite von Uniivere.com sind keine Verknüpfung vorhanden. Wir müssen nach unten scrollen, um weitere Infos zu „Sports“, „Social“ oder „Space Sharing“ zu bekommen. Doch davon lassen wir uns insgesamt nicht irritieren. Die Seite überzeugt mit geschmackvollem Design und wunderbarer Vernetzung.

Das sagt ein User: „Seit Uniiverse wird zunehmend deutlich, dass es in der Sharing Economy viel darum geht, offline Menschen zu treffen. Denn: Der reine Kauf und Verkauf von Produkten findet auf der Website nicht statt. Sie ermöglicht lediglich Privatmenschen Produkte und Dienstleistungen anzubieten, Aktivitäten zu buchen, Vertrauen aufzubauen und Treffen von Angesicht zu Angesicht zu verlangen“, schreibt Courtney Boyd Myers auf thenextweb.com.

Note: 2.7

+ Design
+ Angebot
+ Persönlichkeit
- Anmeldung
- Kaum in Deutschland

Style :
2 - Entzückend
Transparenz :
2 - Klar
Nutzerfreundlichkeit :
3 - Plausibel
Sparfaktor :
4 - Bezahlbar
Aktivitätsgrad :
3 - Lebhaft
Vernetzung :
2 - Gesellig

Fakten

Gründung: 2013

Apps: -

Preisspanne: 0-300 Euro pro Kurs

Ort: Hauptsächlich Nordamerika

Anmeldung: Facebook

Sprache: Deutsch

Social Media:

     

2 Gedanken zu „Teilt euer Universum

  1. Kathrin

    Rang: Share-Superstar

    Klingt toll! Ich trauere nämlich immer noch Gidsy hinterher, auch wenn sich da gegen Ende sehr viele kommerzielle Anbieter getummelt haben und die Seite nicht lange genug online war, dass es Angebote in allen Städten gegeben hätte. Wenn sich Uniiverse in Deutschland etablieren kann, hätte man wieder eine Seite, mit der man Gidsy-taugliche Aktivitäten anbieten kann und zusätzlich noch viel mehr :)

  2. mmakar

    Rang: Star-Co-Worker

    Dass es für Deutschland nur so wenig Angebote gibt, ist im Fall der Gitarre in Prag natürlich ärgerlich. Das ist aber kein “Systemfehler”, sondern ein Standardproblem jeglicher Plattformen seit Beginn des Internets: zu wenig Nutzer – in diesem Fall bedeutet das zu wenig variierende Angebote für Deutschland.

    Abgesehen davon find ich das auch eine super Idee, vor allem durch die Bandbreite der Angebote.

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